Sich vom Bett in den Rollstuhl bewegen

in kleinen Schritten vorgehen
  14.11.18 
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Der pflegebedürftige Mensch möchte in den Stuhl. Machmal ist es wichtig in ganz kleinen Schritten vorzugen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Kraft und Fähigkeiten noch nicht ausreichten, um sich flüssig umzusetzen.
Die pflegende Angehörige sichert und begleitet. Sie hebt nicht und übernimmt keine Anstrengung. Sie ermutigt dazu langsam und schrittweise vorzugehen. In dieser Situation legt sie noch ein Handtuch hin, damit die pflegebedürftige Person sich bei Bedarf darauf setzen kann.

sich hinsetzen - wer sicher und balaciert sitzt, kann den nächsten Schritt planen
kleine Schritte gehen - wenn das Stehen nicht so einfach ist, kann bewusst in kleinen Schritten voregegangen werden
sich gut mit dem Händen abstützenn - während das Becken einen kleinen Schritt macht, kann sich die pflegebedürftige Person mit dem Händen und Füßen gut abstützen
Schritt für Schritt - so kann die pflegebedürftige Person vom Bett auf dem Rollstuhl gelangen
machen lassen - die pflegende Angehörige bietet Sicherheit
sich positionieren - wiederum helfen die Arme und Beine, damit sich das Becken gut in den Stuhl drehen kann

Sturz - Sturzangst, Sturzrisiko und der Umgang damit!

Vom Glück zuhause leben zu können!
  16.04.18 
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Ein Sturz im Alter ist ein Schreckensereignis. Der Schock steckt tief in den Knochen.
Das Ziel lange zuhause wohnen bleiben zu können schwindet. So erging es Frau M.

Neben der Angst vor Verletzungen stellt sich die Frage: "Schaffe ich es wieder vom Boden hoch?"
Schnell führen Angst, Unsicherheit und Stress dazu, dass viele alltägliche Bewegungen zunehmend steifer als notwendig ausgeführt werden. Balance und Geschmeidigkeit gehen verloren - das Sturzrisiko steigt. Ein Teufelskreis beginnt.

Verhindern oder Lernen?
Frau M. - "Auch wenn man alle Teppiche und Gegenstände wegräumt. Die Steifheit bleibt."

Neue Möglichkeiten entdecken: Frau M. wollte das nicht so hinnehmen.
Begleitet von der Kinaesthetics-Trainerin Barbara Stiedl (Gänserndorf, NÖ) und unterstützt durch ihren Mann lernt sie Möglichkeiten in ihrer Bewegung wieder zu entdecken. Gemeinsames einen Weg auf den Boden zu finden und wieder aufstehen.

"Nicht auf das zu achten was nicht geht, sondern auf das was geht."

Zuerst geht es darum im Sitzen, beim Gehen oder beim Drehen im Bett kleine Bewegungs- und Veränderungsmöglichkeiten bewusst zu merken und zu gestalten. Alleine und in der gemeinsamen Bewegung mit Mann und Kinaesthetics-Trainerin.

Die Veränderungen, scheinen sie auch noch so klein, zeigen Wirkung: „Ich lerne mit schlechten Karten, immer besser zu spielen“.
Die Geschmeidigkeit kommt zurück, die Steifheit und die Angst verschwinden. Zurück ist das Glück zuhause leben zu können :-) :-) :-)


Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder brauchen Sie Begleitung zuhause?
Kontaktieren Sie eine Kinaesthetics-TrainerIn in ihrer Nähe.
Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir unterstützen Sie gerne.

  10.04.18 
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Unser Vater war nach einem ereignisreichen Tag sehr müde und ins Bett gegangen. Meine Schwester wollte gerade auch gehen, als wir einen dumpfen Schlag hörten, auf dem Rücken liegend und steif vor Schreck haben wir ihn vorgefunden.

Wir haben dann eine weiche Decke untergelegt, ihn animiert, sich auf alle Viere zu drehen und von dort aus konnte er sich am Bett und zwei Stühlen langsam hochziehen.

Meine Schwester war ebenso erstaunt wie ich über die funktionierende Art des Aufstehens. Ihnen an dieser Stelle vielen Dank, dass hier so gut geholfen werden konnte nach dem, was wir am Donnerstag geübt hatten. Dieser Tag, der natürlich im Gedächtnis besonders abgespeichert ist, wird immer auch ein Erinnern an diesen Sturz und das wundersame Aufstehen mit Kinaesthetics sein!

G. Müller

G. Müller
  10.06.16 
Kinaesthetics Pflegende Angehörige

Die individuelle Schulung in häuslicher Umgebung ermöglicht einen gemeinsamen Lernprozess zwischen den pflegenden Angehörigen, der pflegebedürftigen Person und der Kinaesthetics-TrainerIn.
In diesem gemeinsamen Lernprozess entdecken die Beteiligten, wie sie ihre eigenen Bewegungsmöglichkeiten wahrnehmen und nutzen können. Dieses Lernen wirkt sich unmittelbar auf die Gesundheitsentwicklung aller Beteiligten aus. Die Pflegenden Angehörigen werden zu LernbegleiterInnen und müssen nicht heben. Die Pflegebedürftigen nutzen ihre eigene Bewegung und erreichen durch die Entwicklung ihrer Möglichkeiten mehr Selbstständigkeit. Der gemeinsame Lernerfolg wirkt sich positiv auf das Selbstvertrauen der Beteiligten aus.
Eine Liste von erfahrenen und qualifizierten TrainerInnen finden Sie unter Kontakte.

Vorbereitung des Ortswechsel - Die Tochter assistiert ihrer Mutter so, dass diese ihre Hände zum Stützen nutzen kann.
Selbst in Bewegung kommen - Die Mutter beginnt mit der Fortbewegung. Die Tochter organisiert das Hilfsmittel.
Sich selbst fortbewegt - Der gemeinsam Lernprozess ermöglicht der Mutter, das Gehen in den Stuhl selbst zu gestalten.

Lebensqualität erfahren

Erfahrungen mit Kinaesthetics
  18.11.14 

Was ist möglich, wenn man sich wenig bewegen kann?
Wie kann Pflege so gestaltet werden, dass Möglichkeiten zur Eigenaktivität und Selbstwahrnehmung unterstützt werden?

Diesen Fragen gehen Jutta Hausschild und Meike Bartels-Damhuis in ihren täglichen Pflegesituationen nach.
Sie schildern ihre Erfahrungen und zeigen auf, dass es um die kleinen und alltäglichen Achtsamkeiten geht, die Lebensqualität unterstützen.



Videodokumentation

Miteinander Bewegungskompetenz entwickeln
  18.10.14 

Im Sommer 2013 hat ein Filmteam die Lernprozesse beobachtet und Interviews mit den Kinaesthetics-TrainerInnen und TeilnehmerInnen durchgeführt. Pflegende Angehörige und Betroffene berichten über ihre Lernprozesse mit Kinaesthetics und zeigen auf, wie alltägliche Aktivitäten kompetent gestaltet und achtsam begleitet werden. Der Film regt an und macht Mut, die verbliebenen Möglichkeiten auszuschöpfen.



Lernangebote für das Einsteigen ins Auto

Einsteigen mit unterstützender Person übers Stehen
  30.07.12 

Es gibt unzählige Varianten, um in ein Auto zu gelangen. Probieren Sie es selbst aus.
Sie werden dabei merken, dass es hilfreich ist, wenn Sie sich rückwärts in das Auto setzen. Wenn Sie die verschieden Varianten von Bewegungsabläufen für sich selbst ausprobiert haben, können Sie Ihrem Angehörigen eine Begleitung bieten, sodass er sich möglichst eigenaktiv in das Auto begeben kann.
Es ist zum Beispiel nützlich, dass der Angehörige sich selbst festhält und sich so eigenaktiv in das Auto dreht.

 - als unterstützende Person gebe ich dem anderen Menschen die Möglichkeit, sich selber fest zu halten oder ab zu stützen
 - in kleinen Schritten begleite ich als unterstüzende Person, damit der andere Mensch sich rückwärts ins Auto drehen kann
 - ich begleite die Bewegung und sichere ggf. die Autotür

Lernangebote für das Einsteigen ins Auto

Einsteigen ins Auto alleine mit Hilfsmittel
  29.07.12 

Wenn wir unsere Beine nicht aktiv einsetzen können, gibt es die Möglichkeit sich direkt in sitzender Position in das Auto zu bewegen. Ein Brett bildet die Brücke, damit Sie mit Hilfe von Gewichtverlagerung sich schrittweise in das Auto bewegen.
Achten Sie darauf, die Bewegung langsam und jederzeit kontrolliert auszuführen.

 - wenn ich die Beine weniger gut nutzen kann, kann ein Brett als Umsetzhilfe dienen. Ich achte darauf, dass der Rollstuhl festgestellt ist
 - ich bewege mich langsam und kontrolliert
 - in sitzender Position kann ich mich drehend aus dem Rollstuhl ins Auto bewegen.

Lernangebote für das Einsteigen ins Auto

Einsteigen ins Auto mit unterstützender Person übers Sitzen
  28.07.12 

In besonderen Situationen kann es hilfreich sein, dass ich mich selbst als Unterstützungsfläche für meine Angehörige anbiete.
Dabei ist es wichtig, dass ich mich in einer ausbalancierten Position befinde, damit meine Angehörige mich gut nutzen kann,
um in sitzender Position, ohne Stehen zu müssen, ins Auto gelangen kann.

 - Wenn ich jemanden mit schwachen Beinen unterstütze ins Auto zu gelangen, kann ich mich dazu auf die Autokante setzen. Dabei achte ich auf eine gute Position für mich
 - die zu unterstützende Person kann sich mit Hilfe meiner Beine absichern
 - so begleite ich die andere Person schrittweise in sitzender Position ins Auto zu gelangen

Aktivitäten des täglichen Lebens

Ankleiden als Lernangebot
  19.03.12 

Wenn wir uns an- und auskleiden benutzen wir unsere vorhandenen Bewegungsspielräume.
Bei einer Hilfestellung bieten wir ein Lernangebot, um diese Bewegungsspielräume zu nutzen und damit zu erhalten.

Ausziehen einer Jacke - wenn ich helfe, biete ich ein Angebot zur eigenen Bewegung
Ausziehen einer Jacke - die Person im Rollstuhl bewegt sich selbst aus der Jacke
Ausziehen einer Jacke - sie nutzt ihren Bewegungsspielraum des Armes
  18.03.12 

Am Beispiel des Aufknöpfen einer Jacke wird das diffenzierte Spiel der Finger deutlich.
Diese grundlegende Fähigkeit der Hand erwerben wir im Laufe unseres Lebens und verfeinern diese durch die tägliche Nutzung.

Aufknöpfen einer Jacke - das besondere Zusammenspiel der Finger wird deutlich
Aufknöpfen einer Jacke - die besondere Fähigkeit der Hand wird genutzt
Aufknöpfen einer Jacke - wenn ich es selbst mache, erhalte ich die Fähigkkeit

Impressionen aus einem Kinaestheticskurs für Pflegende Angehörige

Fotografiert aus der Sicht der Teilnehmerin Barbara Zabka
  21.11.11 

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung ist das zentrale Thema von Kinaesthetics.
Pflegende Angehörige erfahren die Qualität Ihrer eigenen Bewegung und erweitern Ihren persönlichen
Handlungsspielraum sowie Ihre Anpassungsfähigkeit im Alltag.

Eigenerfahrung über Körpergewicht und Schwerkraft - Serie fotografiert von Barbara Zabka
Teilnehmer die nach Möglichkeiten suchen vom Boden aufzustehen
Gemeinsam erfahren wie sich der Weg vom Stuhl aufstehen gestalten kann
Teilnehmer unterstützen sich beim Aufstehen vom Boden
Eine Teilnehmerin hilft der anderen beim Aufstehen vom Boden mithilfe eines Stuhls
Ausseinandersetzung mit der eigenen Beweglichkeit bei Selbsterfahrungsübungen